Schwertweg & Harakraft

Der Schwertweg

Der Übungsweg mit dem Schwert ist ein Weg, in dem ich in Berührung mit meinem eigenen Wesen komme. Dabei ist das Schwert kein Instrument des Kämpfens, es zentriert, fokussiert und richtet uns neu aus und auf.

Das Schwert spiegelt unmittelbar wie ich im Leben zu mir stehe, wie ich zum Leben hin handle und wie ich dem Leben begegne. Es eröffnet uns eine klare Sicht und bringt uns fühlbar in Berührung mit unserer eigenen, inneren Quelle der Lebenskraft - dem Hara (Ki).

Wer das Schwert in die Hand nimmt, übernimmt die Verantwortung für sein Handeln, sein Tun, für seine Gedanken und Emotionen. Wer das Schwert führt lernt EntScheidungen zu treffen, Grenzen zu setzen, seinen Raum zu wahren und Täuschungen zu zerschneiden. Wer das Schwert im Herzen trägt entwickelt eine aufrichtige Haltung, die Entschiedenheit und den Mut sich dem Leben zu öffnen und seiner wahren Bestimmung zu folgen. Das Schwert an der Seite stärkt den Mut auf die eigene Intuition zu hören, ihr zu vertrauen und Ausdruck zu verleihen - gegen alle "Wenn und Abers, dem man und eigentlich".

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Der Schwertweg, ist ein Weg zum Wesentlichen hin. Im Schneiden wird das Vergangene wie auch die Illusion des Zukünftigen getrennt, das was mich hindert darf sterben, damit etwas Neues geboren wird. Was zurück bleibt ist das "JETZT".

Die Übungen mit den Holzschwertern (Bokken) wechseln sich mit Hara-Übungen ab. Austauschrunden und Rückmeldungen ermöglichen das Erlebte zu verdeutlichen, zu verinnerlichen und auf die eigene Haltung im Alltag zu beziehen. Durch die Wiederholungen der Bewegungsabläufe fördern wir unsere Achtsamkeit. Mit jedem schneiden und stechen werden wir feiner in unseren Bewegungen, im fühlenden Tun und stehen damit klarer, präsenter und entschiedener in unserem Leben.

Das Initiatische

Initiatische Schwertarbeit ist ein Teil der tiefenpsychologisch fundierten Initiatischen Therapie, die zu Beginn der 50er Jahre von Prof. Dr. K.Graf Dürckheim und Dr. M.Hippius-Gräfin Dürckheim entwickelt wurde. Auf ihrem gemeinsamen Weg gründeten sie die Bildungs- und Begegnungsstätte in Todtmoos-Rütte (Schwarzwald).

Initiatisch kommt von initiare und meint:
Die Türe oder das Tor zum geheimen in uns selbst öffnen und somit den ersten Schritt hin zu Heilung und Entwicklung setzen. Die Initiatische Therapie nach Dürckheim versteht sich als eine Wegbegleitung des Menschen. Dabei geht es um Initiation, Erfahrung, Wandlung und eine ganzheitliche Heilung des Menschen. Das begleitende Gespräch wird mit der Initiatischen Schwertarbeit ergänzt.

Mein Lebens-Lehrer und Schwertmeister Günther Maag-Röckemann, der selbst noch bei Karlfried Graf Dürckheim gelernt hat, entwickelte im Laufe seines Wirkens die Initiatische Schwertarbeit stetig weiter.

Hara / KI - Die Erdmitte des Menschen

Der japanische Begriff Hara hat zwei Übersetzungen, Bauch und Quelle des Lebens. Das Hara liegt ca. 5 cm unterhalb des Bauchnabels und ist die Quelle unserer Lebensenergie.

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In unterschiedlichen Kontexten und Kulturen wird diese immerwährende Kraftquelle über verschiedene Namen erfahren. Im Christentum wird sie Heiliger Geist, in den östlichen Kulturen Hara oder KI und in der tantrischen Lehre Kundalini genannt.

In der Initiatischen Schwertarbeit führen wir ganz bewusste Übungen durch, die uns dabei unterstützen sich wieder erneut mit dieser inneren Quelle zu verbinden. Die Übungen lassen uns die Kraft und Energie aus unserer Mitte heraus, spüren und fühlen. Für viele Teilnehmer ist es immer wieder verblüffend, welche Kräfte in uns wohnen, wie wir diese Kraft ganz bewusst und völlig ohne körperliche Anstrengung im alltäglichen Leben einsetzen können. Je mehr Anbindung wir erfahren, desto klarer, bewusster, präsenter und entschiedener wird unser Lebensweg. Sich selbst an diese Kraft anzubinden bedeutet, bei sich selbst angekommen sein - im Jetzt, im Hier und in diesem Moment.

"Etwas mit den Augen des Geistes zu betrachten bedeute, es unter dem Gesichtspunkt seines wahren Seins zu sehen"

(Koichi Tohei - KI im täglichen Leben)